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Beklagen verboten!

Ein gutes Motto unseres Papstes Franziskus—nicht nur für die Urlaubszeit: „Papst Franziskus verbringt die Sommerzeit in der Do-mus Sanctae Marthae, wo er ein kleines Appartement bewohnt. Seit einigen Tagen ziert die Tür zu seiner Wohnung ein Schild mit der Aufschrift „Beklagen verboten!" Die Nachricht über den ungewöhnlichen „Türschmuck" verbreitete der „Vaticaninsider" und wurde am Freitag, 14. Juli 2017 vom Vatikansprecher Greg Burke gegenüber ZENIT bestätigt. Das Plakat wurde von dem Psychologen und Psychotherapeuten Salvo Noé am 14.Juni 2017 im Rahmen der Generalaudienz auf dem Petersplatz überreicht. Außer dem Plakat schenkte der Buchautor dem Papst ein Buch und ein Armband.

Papst Franzikus war sogleich begeistert von dem Schild und versprach, es an der Tür seiner Wohnung in der Domus Sanctae Marthe zu befestigen.

Der Inhalt der Aufschrift entspricht dem Humor von Papst Franziskus und seiner Aufforderung an die Gläubigen, nicht sauertöpfisch zu sein und sich zu beklagen. Frei übersetzt besagt das Schild, dass diejenigen, die das Verbot überschreiten, unter dem Syndrom des Opferseins leiden, was zufolge hat, dass der Humor sinkt und man seine Probleme nicht lösen kann. Beklagt man sich vor Kindern, wird die Strafe verdoppelt. Wenn man sich bestmöglich entwickeln will, muss man sich auf die eigenen Möglichkeiten konzentrieren und nicht auf die eigenen Grenzen: „Hör auf, dich zu beklagen und handle, um dein Leben zu verbessern.

(Quelle: www.zentit.org/articles/hoer-auf-dich-zu-beklagen-und-handle-um-dein-leben-zu-verbessern) Was sollte an Ihrer Tür stehen, das die Besucher inspirieren könnte?

Ich würde mich für das Motto Don Boscos entscheiden:

„Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen!" Es kommt im Grunde dem Motto des Papstes sehr nahe! Denn „es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern. Auch dann, wenn Don Bosco keinen Grund zum Lachen hatte, überließ er seine Sorgen dem Herrn und vertraute da-rauf, dass Gott ihm in allen Nöten beistehen würde. Und sein Vertrauen wurde nicht enttäuscht!

Es wird von seinem Biographen berichtet, dass er kurz vor seinem Tod an dem Marienaltar in der Kirche zu „Sacro Cuore" in Rom bitterlich geweint hat. Auf die Frage, ob er Schmerze hätte, gab Don Bosco zur Antwort: Es tut mir so leid, dass ich so wenig auf die Vorsehung Gottes vertraut habe! - Ich hätte noch so viel mehr erreichen können, wenn ich mehr Glauben gehabt hätte!" Und dies aus dem Mund eines Heiligen, der für sein Gottvertrauen weltweit bekannt wurde.

Don Bosco klagte kaum über die Anderen, oder über die bösen Zeiten — er beklagte die Grenzen seines Gottvertrauens! Herr baue Deine Kirche auf und fange bei mir an! Das wäre auch ein schöner Spruch über meiner Eingangstür. Im Gebet miteinander und füreinander verbunden grüßt sie ihr P. Bernhard Stiegler, SDB

 

N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de